Marcus
Dr. Adalbert Friedrich Marcus (1753-1816)
Lebenslauf und Bedeutung



Grab von Dr. Adalbert Friedrich Marcus nahe der Altenburg.  Wie der frisch angebrachte Kranz zeigt, ist der große Mitbürger bis heute nicht vergessen. Die Grabplatte ist eine Erneuerung aus den Jahren 1961/1962, da in der Nazizeit das ursprüngliche Grab verwüstet worden war; Marcus war ein zum Katholizismus konvertierter Jude! - Alle wesentlichen Errungenschaften Bambergs aus der Zeit um 1800 sind mit dem Namen Marcus verbunden.


1753:
Geburt in Arolsen/Hessen
Leibarzt von Fürstbischof Franz Ludwig von Erthal (1779-1795)
1781:
Marcus konvertiert vom Judentum zum Katholizismus; er wird von Fürstbischof Franz Ludwig von Erthal getauft und gefirmt.
1789:
Entscheidende Mitwirkung am Bau des Allgemeinen Krankenhauses durch Franz Ludwig von Erthal. Leitung des neu erbauten Allgemeinen Krankenhauses; später Leiter sämtlicher öffentlicher Kliniken Frankens.
1801:
Kauf der Altenburg, um sie vor dem weiteren Zerfall zu retten
1803:
Nach der Säkularisation erfolgt auf Veranlassung von Dr. Marcus die Einrichtung des Bürgerspitals am Michelsberg in den großzügigen Räumen des ehemaligen Klosters.
Einrichtung einer Anstalt für Geisteskranke in der ehemaligen Propstei des Klosters Michelsberg; das "St. Getreu" besteht noch heute als Klinik.
1812:
Förderung von E.T.A. Hoffmann: Der Dichter und Maler kann ein Atelier auf der Altenburg beziehen (so genannte Hoffmanns-Klause). - Marcus ist der Onkel von Hoffmanns Schwarm Julia Marc.
1816:
26.4.: Tod von Dr. Marcus in Bamberg. Wohn- und Sterbehaus: Lange Straße 27.