Judenstraße 17
Haus zur Trommel
Bamberg, Judenstraße 17


Hausnummer im 19. Jahrhundert: Nr. 1614

Hausname: Haus zur Trommel

Baubeginn: ca. 1200

Baubeschreibung:
   Zweigeschossiges giebelständiges Vorderhaus mit Halbwalmdach
   Vorderfront mit vier paarweise zusammengerückten Obergeschossachsen
   In Höhe der Traufen Wetterdach über die gesamte Fassadenbreite
   Profiliertes Traufgesims am Walm
   Rundbogiger Hauseingang mit Schlussstein
   Erdgeschossfenster in Steinfassungen mit Kantenfalz
   Obergeschossfenster in geohrten und faszierten Holzeinfassungen
   Brüstungsplatten mit reich kurvierten Zirkelwerkspiegeln
   Ungegliederte Seitenfront zur Schimmelsgasse
   Wohnhaus ist mit Kreuztonnengewölbe unterkellert.

Restaurierungen:
1957/58: Erneuerung der Hinterhausmauer
1958: Instandsetzung der Fassaden

Hauszeichen/Hausfiguren/Inschriften:
   Nummer "17" in historisierenden Formen im Schlussstein des Eingangs
   Madonna (um 1720): in einer rundbogigen Nische in der Mittelachse des Obergeschosses

Heutige Nutzung: Kunsthandlung
Frühere Nutzung: Bäckerei

Baugeschichte:  
1177: Im Jahrtagskalender des Bamberger Domstifts Erwähnung als Stiftung der Frau Herlindis
1460: Bäcker als Eigentümer
1508: Lorenz Trommeter, ein Bäcker, als Eigentümer, der vermutlich dem Haus den Namen "Haus zur Trommel" gab
1540 - 1807: "Haus zur Trommel" namentlich überliefert
1700: Brandschaden des Hauses; teilweise Erneuerung
1886: Ausbau des Daches
1904: Bau eines Backofens

Bewohner:
Der Bäcker Lorenz Trommeter ist 1508 Bewohner des Hauses.

Baumeister: unbekannt

Besonderes:
In der Mittelachse des Obergeschosses steht in einer rundbogigen Nische  eine Madonna aus der Zeit um 1720

(Zusammenfassung: Johannes Heyn)

Quelle:
BREUER, T. u. GUTBIER, R. (1997), S. 888-890.
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