| Dr. Johann Lukas Schoenlein |
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| Denkmal für Johann Lukas Schoenlein am Schönleinsplatz. Die Marmorbüste wurde von dem Prof. Carl Ritter von Zumbusch (1830-1915) geschaffen und von deutschen Ärzten 1874 gestiftet. |
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| Der Schönleinsplatz als Verkehrsdrehpunkt im Zentrum Bambergs wurde nach dem bedeutenden Bamberger benannt, der in der Oberen Königstraße 7 geboren wurde und wohnte. Sein Sterbehaus ist Obere Königstraße 50. |
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| 30.11.: Geburt in Bamberg als Sohn des Seilermeisters Thomas Schoenlein (Schönlein) |
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| Student an der Universität Landshut |
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| Promotion zum Doctor medicinae in Würzburg |
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| außerordentlicher Professor, 1824 ordentlicher Professor der Pathologie und Therapie in Würzburg |
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| Leitung des Juliusspitals in Würzburg, das in den Folgejahren zu einer der ersten medizinischen Adressen in Deutschland avanciert. |
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| Entlassung in Würzburg wegen liberaler politischer Ansichten; Strafversetzung als Kreismedizinalrat nach Passau - Schönlein scheidet aus dem bayerischen Staatsdienst aus. Flucht in die Schweiz. |
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| erster Professor für Medizin an der Hochschule Zürich |
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| Professor an der Universität Berlin |
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| königlicher Leibarzt von König Friedrich Wilhelm IV. (1840-1861) |
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| Rücktritt von allen Ämtern, Ruhestand in Bamberg |
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| 23. Januar: Tod in Bamberg |
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| Schoenlein gilt als einer der wesentlichen Begründer der wissenschaftlichen Medizin. Er entwickelte oder übernahm naturwissenschaftliche Methoden für den Klinikalltag (z. B. Perkussion und Auskultation: Krankheitsdiagnose durch Abklopfen des Körpers mit Finger und Hand bzw. Abhorchen mit dem Stethoskop), beschrieb zahlreiche Krankheitsbilder, z. B. die Schoenlein-Henochsche Purpura, eine Blutfleckenkrankheit. Er "gilt als Wegbereiter der mykologischen Dermatologie (entdeckte als Ursache des Erbgrindes oder Favus einen nach ihm benannten Fadenpilz: Trichophyton scheonleinii); führte Digitalis (Roter Fingerhut) in die therapeutische Praxis ein. (FREUDIG [1996], S. 367) |
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| Die Krankheitsbezeichnungen Hämophilie (Bluterkrankheit) und Tuberkulose ("Schwindsucht") gehen auf Schönlein zurück. |
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| Die wesentlichen Methoden der modernen Diagnose und Therapie wurden von Schönlein eingeführt: |
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Erforschung der Krankheitsgeschichte |
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Einsatz des Mikroskopes |
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chemische Analyse von Blut und Urin |
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pathologische Untersuchung von Verstorbenen |
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| Von der Militärmedizin übernahm Schönlein die Unterrichtung von Studenten am Krankenbett. |
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| Berühmtester Schüler Schönleins war der Pathologe Rudolf Virchow (1821-1902), der in seiner Gedächtnisrede auf Schönlein betonte: "Keiner ... hat Schönlein das Verdienst bestritten, dass er zuerst die Methode der deutschen Klinik festgestellt habe." (Zitiert aus http://www.whonamedit.com/doctor.cfm/353.html) |
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| FREUDIG, D. u. a. (Red.): LEXIKON DER NATURWISSENSCHAFTLER: Astronomen, Biologen, Chemiker, Geologen, Mediziner, Physiker. Heidelberg, Berlin; Oxford: Spektrum, 1996, S. 367. |
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| WUSSMANN, W.: Bamberg-Lexikon von ... Apfelweib bis ... Zwiebeltreter. Ein Nachschlagwerk mit weit über 1000 Begriffen und Namen, die für Bamberg von Bedeutung sind. Bamberg: Erich Weiß Verlag, 1996; S. 117. |
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