902
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| Erste urkundliche Erwähnung Bambergs
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Das "Castrum Babenberch" wird in einer Urkunde zur "Babenberger Fehde " genannt. Das Castrum (lat.: Burg) lag auf dem heutigen Domberg. Grafengeschlechter gewannen nach dem Zerfall des fränkischen Königreiches immer mehr an Macht, obwohl sie noch im Dienst des Königs standen. In Franken waren das die Babenberger, die der König schwächte, wo er nur konnte, indem er ihnen die Grafschaften abnahm. 902 kam es zur blutigen Babenberger Fehde. Ursache war, dass die in Bamberg ansässigen Babenberger ihre Besitzungen in das Bistum Würzburg ausdehnten. Darauf hin entzog König Ludwig das Kind den Babenbergern einige Güter und gab sie an Bischof Rudolf von Würzburg. In den Jahren 902-906 bekriegten sich Bischof Rudolf und seine Brüder Konrad, Gebehard und Eberhard mit den drei Babenberger Brüdern Adalbert, Adalhard und Heinrich.
| Graf Adalbert drang in Würzburg ein und vertrieb Bischof Rudolf aus Würzburg. Die Konradiner, die 902 Ostfranken beherrschen wollten, mussten ihre Kräfte teilen. In Hessen tötete Adalbert den Konradiner Konrad. König Ludwig das Kind belagerte die Bamberger Burg und eroberte sie. |
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Graf Adalbert von Babenberg auf dem Babenberg-Epitaph in der Toreinfahrt der Altenburg. Das Relief stammt jedoch nicht aus der Epoche des Ritters und es stellt auch nicht - wie viele meinen - das Vorbild des Stadtritters im Wappen der Stadt Bamberg dar, sondern es wurde in der Mittelaltereuphorie des 18. Jahrhundert 1724 völlig neu geschaffen und befand sich zunächst im Benediktinerkloster von Obertheres (Kreis Haßberge). Die Klosterkirche wurde 1809 für einen Neubau abgerissen, und der Grabstein erhielt schließlich 1822 einen neuen Platz auf der Altenburg. Hierbei wurde ignoriert, dass der Sitz der Babenberger nicht die erst 1109 erwähnte Altenburg gewesen war, sondern der jetzige Domberg, dessen Eignung als Befestigungsplatz heute nur noch zu erahnen ist, da das Burgplateau in der Barockzeit durch Abtragung abgeschrägt wurde. Auch der Halsgraben am Torschuster wurde durch Verfüllung beseitigt. |
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| 906 |
Die drei Babenberger bezahlten die kriegerischen Auseinandersetzungen mit dem Tod: Heinrich fiel im Kampf, Adalhard wurde von Gebehard aus Blutrache für den Tod seines Bruders Eberhard getötet; 906 wurde auch Graf Adalbert von Babenberg nach den Aussagen des Geschichtsschreibers Regino von Prün nach seiner Niederlage in Obertheres bei Haßfurt enthauptet.
Trotz dieser Niederlage blieb den Erben der Babenberger Grafen viel Besitz. Adalberts Sohn Heinrich von Babenberg überlebte das Gemetzel an seinem Vater und seinen Onkeln und wurde zum Stammvater der Schweinfurter Grafen und der jüngeren Babenberger Linie.
Franken fiel an die Konradiner. Konrad I. wurde 911 König. Bis 973, als das Land der Franken dem Baiernherzog übergeben wurde, gehörte es dem König. |
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| 973 |
| Schenkung an Heinrich den Zänker |
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27. Juni: Der Bayernherzog Heinrich der Zänker erhält von seinem Vetter, Kaiser Otto II., die Burg Bamberg. Dies gilt als Gründungstermin der Stadt Bamberg.
| Der offensichtlich unzufriedene Heinrich unternahm einen Aufstand gegen Otto II., weshalb er "der Zänker" genannt wurde. Er verlor 974 sein Herzogtum und wurde in Ingelheim am Rhein inhaftiert. |
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| 973 |
| 6. Mai: Geburt Heinrichs II. |
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| Der Sohn Heinrich des Zänkers, der spätere Kaiser Heinrich II. wird geboren. Geburtsort ist Bad Abbach bei Regensburg oder Hildesheim. - Heinrich war offensichtlich für eine geistliche Karriere vorgesehen, da er 978 die Hildesheimer Domschule besuchte. 985 beendete er seine Ausbildung in St. Emmeram bei Bischof Wolfgang von Regensburg. |
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| 1000 |
Heinrich heiratet Kunigunde
| Der 27 Jahre alte Baiernherzog Heinrich schenkt seiner Braut Kunigunde von Luxemburg bei der Vermählung Bamberg als Morgengabe.
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