9. Sommerakademie der DBU
Förderzusage der DBU für den Bamberger Kreuzweg (40.000 EUR)
Unsere bisher größte Auszeichnung war die Einladung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) zur 9. Internationalen Sommerakademie vom 14.-18.07.2003 im Internationalen Begegnungszentrum (IBZ) von  Kloster St. Marienthal in Sachsen (südlich Görlitz). Am Abschlussabend durften wir (sechs Schüler, zwei Lehrer) die Denkmalaktivitäten am Kaiser-Heinrich-Gymnasium Bamberg einem großen, prominenten und äußerst interessierten Publikum in einem halbstündigen Vortrag präsentieren.
Vor dem Kloster St. Marienthal: sechs Denkmalschützer des Kaiser-Heinrich-Gymnasiums zusammen mit ihren Lehrern Johannes Otto Först und Annette Glück-Schmidt und der Initiatorin der Denkmalpatenschaft, Heide Ibach (3. von rechts)
Wir nutzten die Gelegenheit, unsere Heimatstadt Bamberg, die 2003 das 10-jährige Jubiläum als Weltkulturerbestadt feiert, kurz vorzustellen, bevor wir zeigten, dass uns Denkmäler als Zeugen der Vergangenheit, als Kunstwerke und als Rätselobjekte (lateinische Inschriften!) besonders interessieren. Im Zentrum des Vortrages standen die Aktivitäten für unser Patendenkmal, den Bamberger Kreuzweg. Innerhalb eines Schuljahres ist es uns gelungen, über 6.000 EUR für die Restaurierung einer der sieben Stationen zu erzielen; wir benötigen allerdings etwa 10.000 EUR!  Wir baten bei zahlreichen Gelegenheiten erfolgreich um Spenden, veranstalteten eine Tombola und einen Flohmarkt, wagten uns an eine Haussammlung, verkauften Autoaufkleber und führten in der Werkshalle der Firma Ibach-Steinkonservierung ein Benefiztheater ("Antigone" von Jean Anouilh) auf.
Offensichtlich überzeugte unser Vortrag: Die Denkmalschützer aus ganz Deutschland und mehreren Nachbarländern quittierten unsere Präsentation mit stürmischem Beifall und führten eine spontane Sammlung durch, die  650.- EUR für unser Patendenkmal erbrachte.
Und dann kam die größte Überraschung: Dr. Fritz Brickwedde, der Generalsekretär der DBU, kam zu den Schülern und schloss mit ihnen folgenden Vertrag:  
Dies bedeutet, die DBU übernimmt die Restaurierung von vier Kreuzwegstationen (= 40.000 EUR!), wenn das Kaiser-Heinrich-Gymnasium (KHG) die Sanierung der übrigen drei Stationen finanziert. Dann folgte Dr. Brickweddes Zusatzbedingung: Der (formlose) Antrag an die DBU muss in Latein verfasst sein - eine Hürde, die unsere traditionsreiche Schule (1586 gegründet) problemlos genommen hat.
Das Abschiedsfoto in St. Marienthal zeigt uns mit zwei Repräsentanten der DBU: Klaus-Eberhard Müller (links) und Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde (hinten, mit Krawatte).
Beschwingt von diesem Riesenerfolg fuhren wir von Sachsen zurück nach Franken. Wir wissen, dass uns im neuen Schuljahr viel Arbeit erwartet, aber dieser unerwartete Erfolg wird unsere weiteren Anstrengungen beflügeln!
(c) Johannes Otto Först, Sommer 2003
Nachtrag:  
Die DBU übernimmt die Restaurierung von drei Kreuzwegreliefs. Für die übrigen Bildnisse wurden folgende Kostenträger gefunden:
   1 Station: Messerschmitt-Stiftung
   3 Stationen: Kaiser-Heinrich-Gymnasium Bamberg: Dazu zählt auch die von der Stadt Bamberg übernommene Station. Die Stadt Bamberg übernimmt die noch fehlenden Kosten für die Sanierung der zweiten Station. Die Schulgemeinschaft ist zuversichtlich, durch weitere Aktionen im Schuljahr 2003/2004 den erforderlichen Betrag für die Sanlierung der dritten (letzten Station) aufzubringen.
Lateinischer Antrag
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