| Station 8 |
| Station VIII: Beweinung des toten Jesus |
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| Inschrift: Zum Grab will das Hertz allein. Mein Hertz soll dann sein Ruhstatt sein. |
| Standort: St. Getreu, hier integriert in die Kreuzigungsgruppe (7. Station) |
| Die Beweinung des toten Jesus wird in der Bibel nicht beschrieben, es wird nur von der Abnahme des Leichnams vom Kreuz berichtet. Zur Bestattung habe der Ratsherr Nikodemus etwa 100 Pfund Myrrhe, vermischt mit Aloe, mitgebracht. (Joh 19,39-42) |
| Der Leichnam Jesu wird der knienden Maria in den Schoß gelegt. Gestützt wird er von Johannes, der den oberen Teil des Grabtuches hält, während Maria, hingebungsvoll geneigt, das Haupt Jesu in Händen hält. Maria Magdalena kniet zu Jesu Füßen und umfasst sie. Ein Salbgefäß zu ihrer Linken zeigt, dass sie den Leichnam einsalbt. Wie in Station II zeigt sie auch hier eine auffällige Kleidung: Ihr Kopf ist im Gegensatz zu den anderen Frauen nicht von einem Schleier verhüllt, so dass ihr lang wallendes Haupthaar unter der Kopfbedeckung hervorquellen kann. |
| Hinter Maria Magdalena klagen und weinen drei Frauen. Oberhalb halten zwei Engelspaare zwei Bänder mit den Inschriften (siehe oben) empor. |
| Der ursprüngliche Standort des Beweinungsreliefs ist unbekannt, lag aber wohl im direkten Umfeld von St. Getreu. - Das Relief zeigt deutliche Spuren von Polychromfassungen. |