Landtag
Ausstellung im Landtag:
Eine große Auszeichnung für das Kaiser-Heinrich-Gymnasium: Die Ausstellung "Der Stein beginnt zu reden" wurde nun auch im Bayerischen Landtag der Öffentlichkeit präsentiert.
Landtagspräsident Alois Glück nannte das Engagement der Schüler des Kaiser-Heinrich-Gymnasiums beispielhaft.
Fotoserie zur Eröffnng der Ausstellung im Bayerischen Landtag
Bericht im Online-Magazin des Bayerischen Landtags
Zeitungsbericht:
Ein Tag im Zeichen der Heiligen Elisabeth
Bamberg verfügt über den größten vollständig erhaltenen historischen Stadtkern in Deutschland, und zumindest mit einigen der vielen Baudenkmäler traten Schüler und Schülerinnen des Kaiser-Heinrich-Gymnasiums in einen Dialog, der nun schon seit dem Jahr 2001 andauert. Das Ergebnis sind nicht nur beachtliche Geldmittel für die Restaurierung etlicher Denkmäler, sondern auch die Schautafeln einer Ausstellung, deren Motto „Der Stein beginnt zu reden“ mit einem Zitat aus „Mutter Courage“ von Bert Brecht diesen Dialog beschreibt.
Die Ausstellung wurde gestern im Bayerischen Landtag eröffnet und ist bis zum 29. Februar zu sehen. Landtagspräsident Alois Glück verwies darauf, dass die Bayerische Verfassung die Gebietskörperschaften zwar zum Schutz der Denkmäler verpflichtet, betonte aber: „Dies ist eine allgemeine Aufgabe, die auf Dauer nur mit dem Engagement der Bürger geleistet werden kann. Vor diesem Hintergrund sei es besonders erfreulich, „dass sich junge Menschen mit den Lebenslinien unseres Landes vertraut machen“, indem sie, wie am Kaiser-Heinrich-Gymnasium in beispielhafter Weise der Fall, „Patenschaften für Denkmäler der Weltkulturerbestadt Bamberg übernehmen“.
Wagnis hat sich gelohnt Für die Denk-Mal-Stiftung, die den Anstoß zu dieser Aktion gab, sprach Vorsitzende Heide Ibach von einem gewagten Schritt, der aber dank des Engagements der Lehrer und Schüler zu einem Erfolg geworden sei. Sie hoffte, „dass dieses Projekt Schule macht“. Oberstudiendirektor Herbert Brunner bezeichnete Denkmäler als „Orte der Erinnerung, die zu reden beginnen, sobald sich der Betrachter auf sie einlässt“. Es gebe zu viele Monumente, die durch Vergessenheit und Verfall verstummt seien. Die Schüler stellten ihre Aktionen vor, durch die sie Geld mit Konzert- und Theateraufführungen, aber auch durch den Verkauf von Auto-Aufklebern oder Broschüren sammelten. So gelang die Restaurierung von Objekten wie zum Beispiel des Bamberger Kreuzwegs oder des Kaiserportals am Michelsberg.
Staatssekretärin Melanie Huml mit Heide Jbach, Schülern ihrer ehemaligen Schule und Landtagspräsident Alois Glück

Quelle:
LANGE, Th.: Dialog mit "Orten der Erinnerung". Bamberg: Fränkischer Tag, 14.02.2008, S. 38.
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