| Bundesverdienstkreuz |
| Bundesverdienstkreuz für Heide Jbach |
| Die Schulgemeinschaft des Kaiser-Heinrich-Gymnasiums freut sich über die eine herausragende Auszeichnung für Heide Jbach, die die Denkmalprojekte der Schule 2001 initiiert hat und seither mit jugendlichem Elan und Engagement fördert. Sie erhielt aus der Hand von Staatssekretärin Melanie Huml, einer Abiturientin unserer Schule (1995) das Bundesverdienstkreuz am Bande. |
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| Staatssekretärin Melanie Huml mit der ordensgeschmückten Heide Jbach |
| Zeitungsbericht: |
| Gemeinsinn ist für sie mehr als ein Wort |
| Auszeichnung: Fünf Frauen und Männer aus dem Raum Bamberg, aus Forchheim und Schlüsselfeld erhielten das Bundesverdienstkreuz am Bande. Sozialstaatssekretärin Melanie Huml würdigte ihren Einsatz. |
| Drei Frauen und zwei Männer haben gestern [25.02.2008] in der Bibliothek des Bamberger Rathauses das Bundesverdienstkreuz am Bande erhalten: Johann Eckstein aus Bamberg, Anna Hutzler aus Forchheim, Helga Hemmerlein aus Schlüsselfeld, Heide Jbach aus Bischberg und Otto Rosiwal aus Bamberg. |
| Allen gemeinsam ist ein außergewöhnlich umfangreiches ehrenamtliches Engagement. Es ist längst nicht mehr selbstverständlich, sich für andere einzusetzen, seine Zeit und seine Kraft einer ideellen Aufgabe zu widmen, ohne dafür einen Preis zu verlangen, schickte Staatssekretärin Melanie Huml aus dem Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen ihren Laudationes auf die Ausgezeichneten voraus. Eine Region lebe davon, dass sich Menschen ehrenamtlich engagieren, sagte OB Andreas Starke. |
| Johann Eckstein ist seit 1963 Mitglied in der Bamberger Sektion des Deutschen Alpenvereins (DAV) und ermöglichte als Wanderführer und Organisator von Ausflügen in die Alpen unzähligen Menschen unvergessliche Erlebnisse. 30 Jahre war er zudem ein gewissenhafter Schatzmeister beim DAV Bamberg und ist dort bis heute Ansprechpartner für Jugendliche. In der Pfarrei St. Heinrich ist der 86-Jährige immer noch aktiv, war dort über Jahrzehnte Kirchenpfleger, Rechnungsprüfer und Buchhalter. |
| Die gleichaltrige Anna Hutzler ist seit Ende der 1950er Jahre in der Forchheimer Pfarrgemeinde Verklärung Christi tätig und hilft, wo sie gebraucht wird. Fast 40 Jahre hat sie in der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) auch auf überregionaler Ebene Gesellschaftspolitik mitgestaltet: Sie hat Anteil daran, dass die Erziehungsarbeit von Frauen heute in der Rente anerkannt wird und es überall im Lande Seniorenbeiräte gibt. |
| Helga Hemmerlein pflegt seit 36 Jahren ihren Sohn, der behindert zur Welt gekommen ist. Bis zu seinem Tod 2007 versorgte sie zudem fast ein Vierteljahrhundert lang ihren Mann, der nach einem mit 49 Jahren erlittenen Schlaganfall auf den Rollstuhl angewiesen war. Dafür hat die Schlüsselfelderin persönliche Interessen und Bedürfnisse zurückgestellt. |
| Heide Jbach war 1991 Mitbegründerin des Soroptimist-Clubs Bamberg-Kunigunde und engagiert sich seit den frühen 1980er Jahren für die Dachorganisation dieser weltweit größten Serviceorganisation berufstätiger Frauen. Zu den Hilfsprojekten, an denen die Bischbergerin maßgeblich mitwirkte, gehört eine Initiative zur Bekämpfung der Genitalverstümmelung afrikanischer Mädchen. Mit der DENK-MAL-Stiftung fördert sie insbesondere das Bewusstsein junger Leute für erhaltenswerte Kunstwerke. |
| Otto Rosiwal widmet sich seit der Gründung des Caritasverbands Bamberg im Jahr 1980 dessen Zielen und Aufgaben, war viele Jahre sein Vorsitzender und leitet seit 1992 den Förderverein der Caritas-Sozialstation. Der Bamberger hat auch die örtliche DonumVitae-Beratungsstelle mit aufgebaut und ist bis heute ein wichtiger Ansprechpartner für diese staatlich anerkannte Schwangeren- und Konfliktberatung. |
| Wer rastet, der rostet. - Die Geehrten, die alle in Begleitung von Familie, Freunden, teils sogar ihrem Pfarrer, Bürgermeister und Abgeordneten gekommen waren, freuten sich ehrlich über die öffentliche Anerkennung. Im Gespräch relativierten alle das Geleistete. Heide Ibach und Otto Rosiwal nahmen die Ehrung ausdrücklich im Namen aller entgegen, die mit ihnen an einem Strang ziehen, eine Organisation, die Familie oder das Kaiser-Heinrich-Gymnasium als Partner der JBACH-DENK-MAL-Stiftung. Helga Hemmerlein nannte das Sorgen für ihre pflegebedürftigen Angehörigen eine Selbstverständlichkeit. Für die beiden Senioren unter den Geehrten, Anna Hutzler und Hans Eckstein, stellt das ehrenamtliche Engagement auch eine Art Jungbrunnen dar. Wer rastet der rostet, findet die 86-jährige Forchheimerin. |
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| Johann Pfister (Bürgermeister von Bischberg), Melanie Huml und Heide und Dr. Wolf Jbach |
| BEHR-GROH, J.: Gemeinsinn ist für sie mehr als ein Wort. Bamberg: Fränkischer Tag, 26.02.2008, S. 11. |